Energiespartipps Frühjahr 2009
Stromspartipps
- Kühl- und Gefriergeräte verbrauchen etwa ein Fünftel des Stromes in Ihrem Haushalt. Bei Neukauf eines Gerätes sollten Bauart und Größe auf die tatsächlichen Bedürfnisse abgestimmt sein. Auch geringe Unterschiede im Energieverbrauch machen sich über die lange Betriebsdauer (meist um die 15 Jahre) über die Betriebskosten deutlich bemerkbar. Ein Minderverbrauch von nur 0,1 kWh pro Tag rechtfertigt einen Geräte-Mehrpreis von ca. 70 €. Wer sich vor dem Kauf gut informieren möchte, sollte die Internetseite www.spargeraete.de besuchen.
- Viele Geräte aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik werden häufig im Stand-by-Modus betrieben und verbrauchen dabei unnötig Strom. Bei einem durchschnittlich ausgestatteten Haushalt produzieren TV, Radio, Lautsprecher und Co. dadurch Kosten von rund 70 € jährlich. Während seiner Lebensdauer verschwendet z. B. ein älteres Videogerät ein Vielfaches dessen, was es bei seiner Anschaffung gekostet hat. Also: Geräte ganz ausschalten und beim Neukauf auf den Energieverbrauch achten! Nähere Informationen finden Sie unter www.no-e.de.
- Achten Sie auf den versteckten Stromverbrauch, den „ausgeschaltete“ Rechner verursachen. Das eingebaute oder externe Netzteil bei PCs und Notebooks
zieht nämlich in der Regel weiterhin Strom, solange der Rechner am Stromnetz hängt – auch wenn er vollständig heruntergefahren wurde. Genauso sind Monitore, Drucker, Scanner, Steckernetzteile, Modems, DSL-Router oder Lautsprecherboxen an dem teuren „Stromklau“ beteiligt. Also: Stecker ziehen oder – bequemer – eine schaltbare Steckdosenleiste verwenden (www.stromeffizienz.de).
- Wenn Sie einen Wäschetrockner einsetzen, sollten Sie ihn immer gut befüllen: Eine ganze Füllung spart gegenüber zwei halben 30 % Energie. Das gründliche Schleudern der Wäsche reduziert die Energiekosten um bis zu 25 %. Achten Sie besonders beim Neukauf eines Trockners auf dessen Stromverbrauch. Moderne Kondensationstrockner mit Wärmepumpe z.B. verursachen nur etwa die Hälfte der üblichen Betriebskosten pro Trockenvorgang: Sie arbeiten mit niedrigen Temperaturen (ca. 45 °C) und schonen daher gleichzeitig die Wäsche.
- Geschirrspülmaschinen sparen gegenüber der Handwäsche Zeit und Geld. Während Sie für einen „Spülberg“ etwa 40 l Wasser und 2 kWh Strom verbrauchen, kommt die Maschine mit etwa 10 l und 1 kWh Strom aus. Sie sollten die Geräte aber vollständig beladen und das Geschirr vorher nicht von Hand vorspülen. Wenn Sie normal verschmutztes Geschirr mit 50 °C spülen, sparen Sie gegenüber dem 60 °C-Programm ca. 30 % Energie. Oft reicht auch das Kurzprogramm. Falls eine Neuanschaffung einer Geschirrspülmaschine ansteht, achten Sie auf das Energielabel AAA.
- Energiesparlampen verbrauchen nur 1/5 des Stroms, den herkömmliche Glühlampen benötigen. Allerdings steigt der Energieverbrauch bei großer Schalthäufigkeit und die Lebensdauer wird reduziert. Grundsätzlich sollten also dort, wo Licht mehr als eine Stunde am Tag durchgängig brennt, Glühlampen durch Energiesparlampen ersetzt werden. Das sorgt für 80 % Energieeinsparung bei ca. fünfmal höherer Lichtausbeute. Achten Sie beim Kauf auf Markenprodukte, die eine bis zu 13 mal höhere Lebensdauer als Glühlampen und eine gute Schaltfestigkeit besitzen.
- Beim Kochen bieten sich vielfältige Möglichkeiten, den Stromverbrauch zu reduzieren. Für eine optimale Wärmeübertragung muss der Durchmesser des Topfes dem beheizten Bereich der Kochplattenfläche möglichst genau entsprechen. Verwenden Sie gut schließende Topfdeckel. Durch vorzeitiges Abschalten kann die in der Kochplatte gespeicherte Wärme zum Fertiggaren genutzt werden. Für Speisen mit langer Garzeit lohnt sich der Einsatz eines Schnellkochtopfes. Dadurch können Sie bis zu 30 % an Energie und zusätzlich viel Zeit sparen.
- Nur in wenigen Fällen (z. B. bei Brot oder Blätterteig) ist das Vorheizen des Backofens wirklich erforderlich. Wenn Sie den Braten oder den Kuchenteig in den noch kalten Ofen stellen, reduziert sich der Energiebedarf um etwa 20 %. Umlufthitze ist sparsamer als Ober-/Unterhitze. Beim Garen oder Erhitzen von Speisen im Backofen geht etwa drei Viertel der verbrauchten Energie als ungewollte Abwärme durch Backrohr und Backofentür verloren. Daher sollten Sie bei einer Neuanschaffung auf einen niedrigen Stromverbrauch und eine gute Isolierung des Gerätes achten.
- Um den Stromverbrauch von Kühl- und Gefriergeräten möglichst niedrig zu halten, ist ein kühler, belüfteter Aufstellungsort am besten. Ein Standplatz neben einer Heizung oder dem Backofen ist ungeeignet. Wird die Kühltemperatur zu niedrig eingestellt, erhöht sich der Stromverbrauch: bei 5 statt 7 °C benötigt ein Kühlschrank je nach Typ und Größe bereits 15 bis 30 % mehr Energie. Bei Gefriergeräten reichen –18 °C aus. Lassen Sie warme Speisen auf Raumtemperatur abkühlen, bevor Sie sie ins Kühlgerät stellen. Vermeiden Sie ein unnötig langes Offenstehen der Kühlschranktüren.
- Moderne Waschmaschinen machen eine Vorwäsche nur noch bei stark verschmutzter Wäsche erforderlich. Durch den Verzicht auf den Vorwaschgang sparen Sie Strom, Wasser und Waschmittel. Für Kochwäsche wird bis zu doppelt so viel Energie verbraucht wie für das Waschen mit 60 °C. Oft genügen auch geringere Temperaturen, z. B. 60 statt 95 °C oder 40 statt 60 °C. Energiesparprogramme (E-Taste) sparen bis zu 40 % an Strom. Bei Neuanschaffung einer Maschine sollte ein Warmwasseranschluss geprüft werden. Auf jeden Fall ist diese stromsparende Lösung sinnvoll, wenn Sonnenkollektoren zur Warmwassererzeugung genutzt werden.
- Machen Sie die Stromfresser in Ihrem Haushalt ausfindig! Mit Energieverbrauchs-messgeräten (auch Energiemonitore genannt) können Sie den Stromverbrauch von Fernseher, Kühlschrank & Co. exakt messen und außerdem Geräte ausfindig machen, die selbst im abgeschalteten Zustand Strom verbrauchen. Die Energie-monitore sind zur Zeit schon für ca. 10 € im Elektrohandel, in Baumärkten oder bei Discountern erhältlich. Sie können sich die nützlichen Messgeräte aber auch bei den Nottulner Gemeindewerken kostenlos ausleihen.
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